Ein berechnetes Beispiel zeigt, wie sich drei Bruttogehälter nach Steuern und Miete unterscheiden. Teste den verbleibenden Betrag deiner Angebote.

Eine Wohnung, die 400 € mehr im Monat kostet, erfordert 400 € mehr verfügbares Einkommen, wenn sonst alles gleich bleibt. Eine Bruttoerhöhung um 400 € reicht dafür häufig nicht aus: Ein Teil fließt in Steuern und Arbeitnehmerbeiträge. Wie viel übrig bleibt, muss für das jeweilige Profil berechnet werden.
Drei Angebote mit derselben Modellperson
Unser erfundenes Beispiel hält die übrigen Annahmen konstant: Deutschland, Bayern, 2026, 35 Jahre, alleinstehend, keine Kinder, keine Kirchensteuer und das bestehende Arbeitnehmermodell. Obolus berechnete die Jahresnettowerte am 26. Oktober 2026; die Tabelle zeigt gerundete Monatsdurchschnitte.
| Jahresbrutto | Netto/Monat | Miete/Monat | Nach Miete |
|---|---|---|---|
| 60.000 € | 3.130,08 € | 1.100,00 € | 2.030,08 € |
| 65.000 € | 3.340,88 € | 1.500,00 € | 1.840,88 € |
| 70.000 € | 3.548,57 € | 1.500,00 € | 2.048,57 € |
Bei 65.000 € Jahresbrutto bleibt nach der höheren Miete weniger als beim Ausgangsangebot. Bei 70.000 € liegt der Rest nach Miete rund 18,49 € pro Monat darüber. Das gilt nur für diese Eingaben. Die Tabelle bestimmt keinen exakten Mindest-Bruttobetrag für den Ausgleich.
Den gleichen Restbetrag vergleichen
Die relevante Rechnung lautet: Jahresnetto / 12 − monatliche Miete − weitere ausgewählte monatliche Kosten. Die Mehrmiete wird damit einer Nettodifferenz gegenübergestellt. Verwende keine feste allgemeine Brutto-Nettoquote, um daraus einen benötigten Bruttoaufschlag abzuleiten.
Die Tabelle enthält nur Miete als zusätzliche Ausgabe. Alle weiteren Kosten werden für diesen isolierten Vergleich gleich gehalten und nicht abgezogen; der letzte Wert ist daher keine vollständige Sparrate. Wenn die neue Wohnung außerdem andere Nebenkosten, Pendelwege oder Versicherungen mit sich bringt, musst du diese Unterschiede ergänzen. Bereits in der Miete enthaltene Kosten nicht nochmals eintragen.
Zwei eigene Angebote prüfen
Öffne den Jobangebotsvergleich, wähle Land, unterstützte Region und Jahresbrutto pro Angebot und berechne zuerst das Netto. Aktiviere anschließend Miete und die benötigten Kostenfelder. Nach einer Gehaltsänderung musst du neu berechnen; eine reine Kostenänderung verändert den Restbetrag auf Basis des bestehenden Nettos.
Vergleiche die Ergebnisse in derselben Währung und Periode. Ein Länderwechsel kann zusätzlich andere Steuerregeln, Wechselkurse und externe Versicherungsprämien einbringen. Dieses Beispiel verwendet bewusst nur EUR und dieselbe deutsche Region.
Nach dem Angebotsvergleich weiterplanen
Mit dem ausgewählten Angebot kannst du in die detaillierte Gehaltsrechnung und anschließend ins Budget wechseln. Dort lässt sich prüfen, ob nach allen tatsächlichen Ausgaben noch ein passender Puffer bleibt.
Der Miet-/Einkommensvergleich erklärt dagegen Wohnkosten-Benchmarks. Eine persönliche Angebotsmiete und eine statistische Bestandsmiete beantworten unterschiedliche Fragen. Einmalige Umzugskosten und eine Kaution sind ebenfalls nicht in den drei Restbeträgen enthalten.
Die Nettowerte stammen aus dem unveränderten Obolus-Steuermodell, keine zweite Steuerformel wurde für den Artikel erstellt. Individuelle Abzüge oder ein anderer Haushalt können das Ergebnis verändern; das vereinfachte Angebotstool unterstützt den ausgewiesenen Single-Fall.