Das Budget verspricht Entlastung bei PAYE und USC, gleichzeitig steigt PRSI. Am Beispiel von 60.000 Euro zeigen wir, was im aktuellen Prognosemodell wirklich vom zusätzlichen Spielraum bleibt.

Weniger Einkommensteuer klingt zunächst nach einem ebenso großen Plus auf dem Konto. In Irland lohnt sich für 2027 aber ein zweiter Blick: Die Budgetvorschläge entlasten PAYE und USC, während der gesetzliche PRSI-Zeitplan einen höheren Arbeitnehmerbeitrag vorsieht.
Bei 60.000 Euro Jahresbrutto ergibt der irische Prognoserechner im aktuellen Single-Modell 676 Euro mehr Gehaltsnetto pro Jahr, vor Rentenbeiträgen. Die reine Entlastung bei PAYE und USC liegt mit 766 Euro höher. Genau diese Differenz ist für die eigene Planung wichtig.
Was das Budget 2027 ändern soll
Im Budget vom 6. Oktober wurden die Standardtarifgrenze für Singles von 44.000 auf 46.500 Euro und die persönlichen sowie Arbeitnehmer-Steuerkredite von jeweils 2.000 auf 2.125 Euro angehoben beziehungsweise vorgeschlagen. Die Regierungsmitteilung beschreibt diese Maßnahmen. Ein Steuerkredit wird von der errechneten Steuer abgezogen; er ist kein zusätzliches Gehalt.
Die Grenze des USC-Bands mit zwei Prozent soll von 28.700 auf 30.300 Euro steigen. Die obere Grenze von 70.044 Euro und die Freigrenze einschließlich 13.000 Euro werden im Modell aus der bisherigen Grundlage fortgeführt. Wer die USC-Freigrenze überschreitet, zahlt die reguläre USC auf das gesamte relevante Einkommen – nicht nur auf den überschießenden Teil.
Budgetvorschläge sind noch keine endgültige Steuerabrechnung. Revenue beschreibt ausdrücklich die nötige gesetzliche Umsetzung. Diese Rechnung verwendet den Quellenstand vom 17. Oktober 2026. Vollständige endgültige Tabellen und besondere Fälle sind damit nicht abschließend abgeglichen; spätere Beschlüsse können andere Ergebnisse erzeugen.
Warum PRSI einen Teil der Entlastung aufzehrt
Der PRSI-Anstieg folgt einem gesonderten gesetzlichen Zeitplan. Bei gleichmäßigem Einkommen rechnet das Modell 2026 mit neun Monaten zu 4,2 Prozent und drei Monaten zu 4,35 Prozent: 4,2375 Prozent im Jahresdurchschnitt, vor einer möglichen Beitragsgutschrift. Für 2027 sind es neun Monate zu 4,35 Prozent und drei zu 4,5 Prozent: 4,3875 Prozent.
Bei 60.000 Euro bedeutet dieser Unterschied 90 Euro mehr Arbeitnehmerbeitrag im Jahr. Die Monatsanzeige im Rechner ist ein Jahresdurchschnitt, kein genauer Gehaltszettel für Oktober oder einen anderen einzelnen Monat. Die bisherige Freigrenze und die gleitende PRSI-Gutschrift werden bei niedrigen Einkommen getrennt berücksichtigt.
Beispielrechnung: 60.000 Euro, Single, ganzjährig PAYE
Das Beispiel gilt für eine einzelne Class-A-Beschäftigung, Standard-USC und Referenzalter 35 in beiden Jahren. Zusätzliche Einkünfte, Paare, Familien, medizinisch ermäßigte USC und unterjährige Beschäftigung fehlen. Die Tabelle zeigt Netto vor betrieblicher, privater oder MyFutureFund-Altersvorsorge.
| Position | 2026 | 2027 | Änderung |
|---|---|---|---|
| Brutto | 60.000,00 € | 60.000,00 € | 0,00 € |
| Einkommensteuer (PAYE) | 11.200,00 € | 10.450,00 € | −750,00 € |
| USC | 1.332,82 € | 1.316,82 € | −16,00 € |
| PRSI Arbeitnehmer | 2.542,50 € | 2.632,50 € | +90,00 € |
| Netto vor Rentenbeiträgen | 44.924,68 € | 45.600,68 € | +676,00 € |
Mit 5 % mehr Brutto für 2027: 63.000,00 € pro Jahr; ergibt das Modell 47.179,05 € pro Jahr.
Berechnet am: 2026-10-17 · Modell: ie-forecast-2027-2026-10-17.v4
Die Nettoänderung setzt sich so zusammen: 750 Euro weniger PAYE + 16 Euro weniger USC − 90 Euro mehr PRSI = 676 Euro mehr Netto. Das sind rund 56,33 Euro monatlicher Durchschnitt. Die zusätzliche Zeile simuliert fünf Prozent mehr Brutto für 2027; sie ist keine Prognose deiner Gehaltsverhandlung.
MyFutureFund verändert den Kontoeingang zusätzlich
Im Rechner ist MyFutureFund standardmäßig aus, damit die Gehaltsbasis vor Rentenbeiträgen erkennbar bleibt. Das bedeutet nicht, dass ein Arbeitnehmer tatsächlich ohne Altersvorsorgeabzug bleibt. Eine automatische oder freiwillige Teilnahme hängt von weiteren Voraussetzungen ab; der Rechner trifft darüber keine persönliche Entscheidung.
Bei ausdrücklich angenommener ganzjähriger Teilnahme beträgt der modellierte Arbeitnehmerbeitrag bei 60.000 Euro 900 Euro in jedem Jahr. Damit bleiben 2026 44.024,68 Euro und 2027 44.700,68 Euro nach dem Beitrag. Die Verbesserung bleibt bei gleichem Brutto 676 Euro. Arbeitgeber- und Staatsbeiträge sind Vorsorgevermögen, kein zusätzlich auszahlbares Gehaltsnetto.
Das Modell verwendet zwölf gleichmäßige Monatszahlungen. Bei höheren Einkommen zählt der volle Monat mit, in dem 80.000 Euro erreicht oder überschritten werden. Andere Zahlungsintervalle oder der tatsächliche Einschreibungszeitpunkt können deshalb abweichen. Die Staatsbeitragsrundung bleibt eine Illustration, keine bestätigte NAERSA-Zuteilung.
Was du im neuen Rechner prüfen kannst
Die Grafik im irischen Rechner zeigt die Nettoänderung über verschiedene Bruttogehälter, mit festem Single-Profil und ohne modellierten Rentenbeitrag. Ein steuerlicher Vorteil ist kein fixer Prozentsatz auf jedes Einkommen: Tarifgrenzen und PRSI wirken unterschiedlich zusammen.
Mit „Gehaltserhöhung“ lässt sich zusätzlich ein neues 2027-Brutto eingeben. Die Ergebnisansicht trennt das zusätzliche Brutto von den veränderten Abzügen und zeigt bei MyFutureFund das Netto vor Beitrag, den Arbeitnehmerbeitrag und das Netto danach.
Das Fazit für die Planung: Vergleiche Gehaltsnetto statt isolierter Steuerentlastung. Und verwechsle auch mehr Netto nicht mit mehr Kaufkraft. Miete und Lebenshaltungskosten sind separat; ebenso ist der Rent Tax Credit in diesem Standardmodell nicht enthalten. Eigenen Vergleich für 2026 und 2027 starten.