Trenne Schweizer Payroll-Netto, persönliche Krankenkassenprämie und Miete. Ein Zürcher Beispiel zeigt die Rechnung ohne doppelte Abzüge.

Bei einem gewöhnlichen Arbeitnehmerfall mit Wohnsitz in der Schweiz wird die persönliche Grundversicherungsprämie grundsätzlich separat bezahlt. Sie ist beim Vergleich eines Lohnnettos mit verfügbaren Mitteln daher zusätzlich zu berücksichtigen. Prüfe trotzdem deine Abrechnung und mögliche Arbeitgeberleistungen, damit du denselben Betrag nicht zweimal abziehst.
Der Kanton Zürich unterscheidet die Krankenversicherung von den direkt vom Lohn abgezogenen Sozialversicherungen. Das Bundesamt für Gesundheit erklärt die Finanzierung über Prämien, Kostenbeteiligungen und öffentliche Mittel.
Vom Lohnnetto zum Betrag nach Wohnen und Versicherung
Das folgende erfundene Budget verwendet einen von Obolus berechneten Lohnnetto-Wert: 85.000 CHF Jahresbrutto, Steuerjahr 2026, 35 Jahre, alleinstehend, keine Kinder, keine Kirchensteuer, Zürcher Standardmodell ZH. Berechnung vom 26. Oktober 2026; keine Gemeindeberechnung. Die eingesetzten 450 CHF Prämie und 1.600 CHF Miete sind freie Beispielannahmen, keine Tarifempfehlung oder Marktwerte.
| Monatsdurchschnitt / Eingabe | CHF |
|---|---|
| Berechnetes Lohnnetto | 5.623,69 |
| Eigene externe Prämie (Annahme) | 450,00 |
| Nach Prämie | 5.173,69 |
| Eigene Miete (Annahme) | 1.600,00 |
| Nach Prämie und Miete | 3.573,69 |
Lebensmittel, Nebenkosten, Verkehr und weitere persönliche Ausgaben sind vom letzten Betrag noch nicht abgezogen. Das Ergebnis ist weder eine vollständige Sparrate noch eine zugesagte Lohnabrechnung.
Die Prämie ist nur ein Teil der Gesundheitskosten
Laut BAG hängen Prämien unter anderem von Versicherer, Wohnort und gewählter Versicherungsform ab; sie sind nicht einkommensabhängig. Franchise und weitere Kostenbeteiligungen sind zusätzlich zu beachten. Aus einer Prämie von 450 CHF folgt deshalb kein vollständiges persönliches Gesundheitsbudget.
Die Versicherungspflicht und Ausnahmen hängen vom jeweiligen Fall ab. Dieser Beitrag behandelt einen einfachen Wohnsitz-/Arbeitnehmerfall. Grenzgänger, Entsendungen und Sondervereinbarungen brauchen eine gesonderte Prüfung.
So vermeidest du doppelte Abzüge
Im Jobangebotsvergleich gehören bereits im Lohnnetto berücksichtigte Arbeitnehmerbeiträge nicht erneut in die Kostenfelder. Trage unter externer Krankenversicherung nur die zusätzlich selbst zu tragende Prämie ein. Zusätzliche Prämien gehören dann nicht noch einmal zu den sonstigen Lebenshaltungskosten.
Ein leeres Feld bedeutet unbekannt. Eine ausdrücklich eingegebene Null bedeutet, dass du für dieses Feld keinen zusätzlichen Betrag ansetzt. Wenn dir die Prämie noch fehlt, bleibt auch die Aussage über den Rest nach Kosten unvollständig.
Für weitere Szenarien: CHF 100k im Schweizer Modell, Gehalt und Lebenshaltung in Zürich und dein eigenes Angebot. Trage die persönliche Prämie und passende Wohnkosten ein, bevor du daraus eine Entscheidung ableitest.