Hier zeigen wir, wie sich eine Abschaffung des sogenannten Ehegattensplittings im deutschen Einkommensteuerrecht auswirken würde. Das Splitting-Verfahren begünstigt Paare mit ungleichen Einkommen, indem das gemeinsame Einkommen fiktiv halbiert und darauf die Steuer berechnet wird. In den folgenden Charts vergleichen wir die aktuelle Steuerlast (mit Splitting) gegen eine hypothetische Individualbesteuerung (Einzelveranlagung) ohne Splitting für verschiedene Einkommensszenarien und Aufteilungsverhältnisse.
Ehegattensplitting verstehen - ohne Nebel.
Dieser Rechner zeigt gleichzeitig dein monatliches Netto über die Steuerklassen, eine Näherung an die tatsächliche Steuerlast im Splittingtarif, ein fiktives Realsplitting als Kompromiss und das Szenario ohne Splitting.
Warum das wichtig ist: Was du monatlich siehst, ist nicht das, was du wirklich zahlst.
Kompakter Rechner: mit und ohne Ehegattensplitting
Der Rechner zeigt vier Perspektiven nebeneinander: III/V für die monatliche Wahrnehmung, IV/IV mit Faktor als Näherung an den Splittingtarif, fiktives Realsplitting als Reform-Kompromiss und I/I als Referenz für Individualbesteuerung ohne Splitting.
Methodik: Zuerst rechnen wir III/V als monatliche Payroll-Sicht. Der Faktor wird aus einem separaten IV/IV-Basislauf ohne Faktor berechnet und nicht aus III/V abgeleitet, um Verzerrungen der Lohnsteuerverteilung zu vermeiden. Für das fiktive Realsplitting nutzen wir den neuen Simulationsmodus 3 mit IV/IV als neutraler Eingabe: Ein begrenzter Transfer bis zur Höhe des Grundfreibetrags wird auf das steuerliche Einkommen angewandt, danach werden beide Partner individuell besteuert. Für den Gegenfall ohne Splitting summieren wir zwei separate Einzelrechnungen mit Steuerklasse I.
Simulation von Einkommensteuer pro Jahr für unterschiedliche Einkommensituationen, Aufteilung Bruttoeinkommen zwischen den Partnern A und B, Steuer inkl. Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer. Genutzter Kalkulationsengine: www.obolusfinanz.de/de/taxapp